Forschungsorgel

Ort der Ideen 2012

© Fraunhofer IBP
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Erstmalig steht den Wissenschaftlern des Fraunhofer IBP nun auch ein musikalisches Forschungsinstrument zur Verfügung, die neue Forschungsorgel. Ihr transparenter und einzigartiger Gestaltungsspielraum ermöglicht die Demonstration von Forschungsergebnissen, die Untersuchung technischer und klanglicher Fragen des Orgelbaus sowie die hörbare Erprobung von Klangideen. So ist die Windlade eines Manuals austauschbar, um Ventile und Pfeifenanordnungen zu erproben.

Die Klaviatur ist für den Einbau von elektrischen Kontakten für neuartige elektrische Ventile vorbereitet. Auch die Pfeifenstöcke sind modifiziert und erlauben den Austausch und die Untersuchung neuartiger Pfeifenformen, wie in Bild 3 zu sehen ist. Eine besondere Variabilität bringt ein adaptives Windsystem mit sich, da es zwischen traditioneller und innovativer Ausführung ohne Balg umgeschaltet werden kann. Die Dynamik der Forschungsorgel wird durch das neu entwickelte Schwellwerk mit symmetrischen Jalousien hörbar. Es können direkte Messungen an der Forschungsorgel einfach an Ort und Stelle durchgeführt werden.

All diese großen und kleinen Details sind Ergebnisse vieler Projekte der Orgelforscher des Fraunhofer IBP in den vergangenen Jahren. Eine 20-jährige Tradition findet mit der Forschungsorgel ihren vorläufigen Höhepunkt, der auch die Juroren der gemeinsamen Initiative von Wirtschaft und Bundesregierung »Deutschland - Land der Ideen« überzeugte. Sie kürten dieses einzigartige Instrument als »Ort der Ideen 2012«. Die Erfolgsgeschichte geht aber weiter, mit der Forschungsorgel wird sich das Klangwissen erweitern und sie ist offen für neue Verbindungen von Kunst und Wissenschaft, von Musik und Physik. 

Partner

  • Werkstätte für Orgelbau Mühleisen GmbH, Leonberg, Deutschland

Rechtlicher Hinweis

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