Mikroperforierte Folienabsorber

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Nachhallzeiten vor und nach dem Einbau der Schallabsorber im Freizeitbereich.

Mit seinem Sport- und Freizeitbereich verfügt das Freizeitbad DIE WELLE in Gütersloh insgesamt über ein umbautes Volumen von ca. 10.000 m³. Die verschiedenen Bereiche haben Decken mit konvex gekrümmten Flächen. Die Dachkonstruktion besteht aus Holzleimbindern, auf die jeweils Glaskuppeln bzw. Glasbänder aufgesetzt sind. Die Flächen zwischen den Bindern weisen eine dekorative, behandelte Holzschalung auf. Die Wände sind geputzt, gefliest oder aus Sichtbeton. Die Trennwand zwischen Sport- und Freizeitbereich besteht aus Glas. Die anspruchsvollen architektonischen Vorgaben in der WELLE führten zum erstmaligen Einsatz eines neuartigen transparenten Folienabsorbers. Das Absorptionsmaximum sollte zwischen 500 und 2000 Hz liegen. Ergebnis der Entwicklung war ein zweilagiger MICROSORBER®.

 

Aufbau und Wirkungsweise des Folienabsorbers

Der zweilagige Folienabsorber wurde vor die konvex geformten Deckenflächen im Freizeit- und Sportbereich eingebaut. Die erste Folie wurde mit Hilfe einer Lattenkonstruktion im Abstand von 100 mm vor der Deckenverschalung und die zweite 30 mm davor angebracht, so daß die gesamte Bautiefe des Absorbers 130 mm beträgt. Die Absorber sind aus Polycarbonatfolie, durchsichtig, abriebfest, UV-stabilisiert, chemisch resistent, antistatisch und genügen den Anforderungen der Baustoffklasse B1. So können jetzt sogar großflächige Glasfassaden akustisch behandelt werden, ohne die optische Transparenz aufgeben zu müssen.

Zur Überprüfung der Wirksamkeit wurden vor und nach Ausführung der raumakustischen Sanierung Messungen des Schallpegels und der Nachhallzeit durchgeführt. Der Schallpegel wurde im Freizeitbereich um 5,2 dB und im Sportbereich um 3,8 dB gesenkt. Die gesamten Baumaßnahmen wurden innerhalb von 28 Tagen durchgeführt.

Der Einbau von Folienabsorbern im Freizeitbad DIE WELLE in Gütersloh hat den Lärmpegel deutlich verringert und die Nachhallzeiten merklich reduziert. Die subjektive Beurteilung durch die Badegäste und das Personal ist sehr positiv. Der Aufenthalt im Bad ist durch die Reduktion der Schallpegel und Nachhallzeiten deutlich angenehmer geworden. Durch die Verwendung der transparenten Absorber wurde das architektonische Erscheinungsbild des Innenbereiches nur unmerklich verändert. Durch die raumakustischen Verbesserungen ist der Betreiber jetzt in der Lage, sogar Musikveranstaltungen durchzuführen.

 

Literatur:
Überzeugende Lärmminderung im Freizeitbad DIE WELLE, Gütersloh. Archiv des Badewesens 51 (1998), H. 7.

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