Mikroperforierte Metallkassetten als Unterdecke

Absorptionsgrad as nach DIN EN 20 354, in Abhängigkeit von der Frequenz und der Abhängehöhe der Decke.

Gemessener Schallabsorptionsgrad as nach DIN EN 20354 für verschiedene Deckenabstände D

Die akustische Raumgestaltung wurde in diesem Schulraum durch eine Unterdecke verbessert
© Owa

Unterdecke in je einem Schulraum eingebaut

Aus der Reihe von alternativen, faserfreien Absorber (ALFA)-Bauteilen kam jetzt ein Unterdeckensystem auf den Markt, das eine optimale Gestaltung der Akustik in Büro- und Versammlungsräumen gestattet. Die ebenen Glattblech-Kassetten erhalten eine fast unsichtbare Perforation von weniger als 1 % der Fläche in Form von winzigen Löchern mit einem Durchmesser von nur 0,5 mm. Die Kassetten benötigen weder eine Mineralfaser-Auflage noch eine Vlies-Abdeckung oder gar einen Akustik-Belag, um die auftreffenden Schallwellen nachhaltig zu schlucken. ihre Montage erfolgt genau so einfach über Abhänger und Schienen wie bei den bekannten Unterdecken-Systemen.

Für Abhängehöhen zwischen 200 und 600 mm, wie sie in der Praxis häufig vorkommen, liegt das Wirkungsmaximum dieser neuartigen Akustik-Decke im so wichtigen Frequenzbereich zwischen 125 und 500 Hz, wo bei der heute üblichen kargen Möblierung mit durchweg schallharten Oberflächen die Schallabsorption der Decke dringend benötigt wird. Bei Frequenzen zwischen 500 und 2000 Hz, wo die Decke weniger stark schluckt, ist i.a. Schallabsorption durch Teppiche, Vorhänge und die Personen selbst vorhanden. Dies führt zu einer relativ ausgeglichenen Nachhallzeit über der Frequenz und einem geringeren Schallpegel in den Räumen.

In einem Schulraum wurde die Unterdecke so eingebaut, dass dadurch die Akustik so stark verbessert wurde, dass die allgemein für Unterrichtsräume vorgeschlagene Nachhallzeit über den gesamten Frequenzbereich erreicht wurde.

Diese Maßnahme hat im gezeigten Klassenzimmer die Sprachverständlichkeit verbessert und zum Gehörschutz der Lehrer und Schüler beigetragen.

 

Literatur:
Kleine Löcher, große Wirkung - Trockenbau-Akustik 14 (1997), H. 8, S. 34 - 37.