EER - Projekt

Numerisches Photogoniometer

Das numerische Verfahren ermöglicht es, parallel zu realen Messapparaturen (Photogoniometern), Streuindikatrizen (BTDFs) verschiedenartiger Fassadensysteme zu bestimmen. Das als »Numerische Photogoniometrie« beschriebene Verfahren zur Bestimmung der Streuindikatrix von Fassadensystemen genügt folgenden Anforderungen:

  • Berücksichtigung des geometrischen Aufbaus der Fassadensysteme
  • Berücksichtigung der photometrischen Eigenschaften der genutzten Materialien
  • Parametrierbarkeit der Position und Art der zur Beleuchtung der Probe genutzten Lichtquelle, analog zu realen Messaufbauten unter anerkannten Messprotokollen wie in IEA Task 21 entwickelt
  • Parametrierbarkeit der Sensorik und damit Bestimmung der Auflösung der Streuindikatrix unter Berücksichtigung zu fordernder messtechnischer Randbedingungen, wie Einhaltung der photometrischen Grenzentfernung

Das Verfahren greift zur Berechnung der eigentlichen Lichtausbreitung auf einen kommerziellen Strahlverfolgungsalgorithmus zurück. Dieser Algorithmus wird in einen virtuellen Messaufbau eingebunden, mit dessen Hilfe goniophotometrische Berechnungen vorgenommen werden können.
Ein Programm mit grafischer Bedienoberfläche erleichtert die Erzeugung virtueller Fassadensysteme und die Parametrierung des virtuellen Versuchsstandes. Die Fassadensysteme können in Layerstrukturen miteinander und auch mit Klarverglasungen kombiniert werden.