Arbeitsgruppe Lichttechnik und passive Solarsysteme

Etwa 80 bis 90 Prozent der Informationsaufnahme des Menschen erfolgt über das Auge. Der anforderungsgerechten Gestaltung und Planung des visuellen Umfeldes kommt damit hohe Bedeutung zu. Zugleich stehen beleuchtungstechnische Lösungen verstärkt unter dem Primat der Energieeffizienz. Bei ca. 10 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Europa für Beleuchtungszwecke können effiziente Lichtlösungen einen erheblichen Beitrag zu schonendem Ressourceneinsatz und klimapolitischen Zielen leisten.

Vor diesem Hintergrund bearbeitet die Arbeitsgruppe Lichttechnik und passive Solarsysteme Projekte zur Fassadenoptimierung, zur Allgemeinbeleuchtung von Gebäuden und zur Straßenbeleuchtung. Der Fassadentechnik kommt hinsichtlich einer energetisch effizienten und biologisch wirksamen Solarenergie- und Lichtversorgung von Gebäuden eine maßgebliche Bedeutung zu. Gut geplante Fassaden ermöglichen es, in dahinter liegenden Raumbereichen wie Büros zu etwa 80 % der Zeit ohne Wärmeenergie und Kunstlicht auszukommen und damit Wärme- und Beleuchtungsenergiebedarf und Leuchtmitteleinsatz signifikant zu senken. Darüber hinaus wirkt Tageslicht unmittelbar biologisch auf den Menschen, z. B. bei der Steuerung des circadianen Rhythmus. Im Bereich der Lichttechnik von Fassaden herrscht bis dato Planungsunsicherheit. Es fehlen Fassadensystemdaten und geeignete Beratungssoftware was zu planerischen Fehlentscheidungen führen kann.

Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe Lichttechnik und passive Solarsysteme liegen in der Entwicklung von Bewertungsmethoden und in der Softwareentwicklung, in der Technologieentwicklung, in Validierungsuntersuchungen, in der Beratung und im Wissenstransfer sowie im Bereich des Mess- und Prüfwesens.

 

Mitwirkung bei der Bearbeitung der Forschungsthemen zu
Licht & Psychologie
des Promotionskollegs »Menschen in Räumen - MIR«  

www.people-inside.de