Technische Bautrocknung

Die steigende Zahl von Leitungswasserschäden kosten Bauherrn und Versicherern jedes Jahr große Summen Geld und Nerven. Ein entscheidender Faktor dabei ist die schnelle und effektive Trocknung der Wasserschäden nach deren Entstehung. Es gibt zahllose Firmen die technische Bautrocknungen durchführen aber wenige und überschaubare wissenschaftliche Untersuchungen zur Ausbreitung von Feuchtigkeit im Baukörper nach einem Wasserschaden und deren effektive Trocknung. Der Forschungs- und Entwicklungsbedarf in diesem Bereich wurde erkannt und sowohl Versicherungen wie auch Trocknungsgerätehersteller und Sanierungsfirmen forschen und entwickeln effektivere Trocknungssysteme um die Sanierungskosten in Grenzen zu halten. Das Fraunhofer-IBP hat in den vergangenen drei Jahren umfangreiche Untersuchungen mit unterschiedlichen Bauteilen und Trocknungssystemen im Klimalabor durchgeführt. Diese Erfahrungen zusammen mit umfangreicher Klima- und Prüftechnik stehen Auftraggebern und Projektgebern für die Entwicklung und Prüfung von Trocknungstechniken und Trocknungsverfahren zur Verfügung.

Ausgewählte Projekte

 

Technische Trocknung von Innenbauteilen

Bei einem Wasserschaden sind starke Nerven gefragt. Wasserschäden sind nicht nur ärgerlich, wenn durch kaputte Leitungen oder Überschwemmungen die Wohnungseinrichtung beschädigt wird. Zudem kann es zur Beeinträchtigung der Statik und der Dämmwirkung von Bauteilen kommen und die Gefahr von Schimmelpilzwachstum steigt.

 

Unterestrich- und Außenwandtrocknung

Über eine Million Wasserschäden aufgrund undichter Wasserleitungen werden jedes Jahr in Deutschland registriert. Die Ursache liegt meist in undichten veralteten Leitungen, aber auch Frost-Tau-Wechsel, falsche Montage und Überschwemmungen können der Grund sein. Mögliche Folgen: Schimmel bildet sich, Baustoffe und Beläge quellen auf, statische Probleme treten auf.

 

Baufeuchte und Wärmedämmung

Feucht gewordene Wände trocknen in der Regel nur sehr langsam aus. Um das Austrocknungsverhalten von Außenwänden und die Einflussfaktoren genauer beschreiben zu können wurden am Fraunhofer IBP verschiedenen Wandkonstruktionen mit verschiedenen Wärmedämmungen aufgebaut und unter realen Bedingungen untersucht und rechnerisch begleitet.

 

Trocknung von Estrichschichten

Neben dem gewählten Trocknungsverfahren sind auch die Materialeigenschaften eines Estrichs entscheidend für die Trocknungsdauer nach der Neuverlegung oder nach einem Wasserschaden. Mit den in diesem Projekt ermittelten Materialkennwerten können Forscher und Anwender nun mit Hilfe von hygrothermischen Simulationsprogrammen das Trocknungsverhalten verschiedener Estriche unter den unterschiedlichsten Bedingungen simulieren.

 

Trocknungsverhalten von Mauerwerksteinen

Um betroffene Gebäude nach einem Wasserschaden wieder uneingeschränkt nutzen zu können, ist es unumgänglich die Mauern komplett zu trocknen. Um Aussagen treffen zu können, wie lange diese Trocknung bei verschiedenen Mauerwerken dauert und wie bei der Trocknung am besten verfahren wird, haben die Forscher vom Fraunhofer IBP  zahlreiche Laborversuche an verschiedenen Mauerwerkssteinen durchgeführt.