Qualität am Bau - auch in China

Kultur- und klimagerechte Baukonstruktionen auf der Basis von hygrothermischer Fachkompetenz

© Fraunhofer IBP

Das Motto des BAU Congress China lautete »Better Building – Better Life« und demonstrierte, wie durch das Zusammenwirken von Planung, Produktentwicklung und Nachhaltigkeitszertifizierung mehr Bauqualität erreicht werden kann.

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Das Plenum der Kongressveranstaltung füllte sich bis zum letzten Stehplatz beim Vortrag von Dr. Hartwig Künzel zum Thema »City of Tomorrow – Balancing comfort requirements and future energy supply«.

Die Baubranche in China boomt – ist die extreme Bautätigkeit doch ein wesentlicher Faktor, um das Wirtschaftswachstum in China zu erhalten. Dieser Trend ist seit Jahren ungebrochen. Nirgendwo anders entstehen derzeit so viele neue Baukonstruktionen wie in dem fernöstlichen Land. Was die Baukonzepte der Gebäude angeht, so unterscheiden sie sich technisch von denen, die in Deutschland üblich sind. Und das mindestens in zwei wesentlichen Punkten:

  • Die Urbanisierung in China steigt rasant, die städtische Bauweise ist daher sehr kompakt. Anders gesagt: Sowohl Wohngebäude als auch Bürogebäude werden als Hochhäuser errichtet, ein Haus steht eng am nächsten. Für die Energieeffizienz kann diese enge Nachbarschaft Vorteile bringen. Doch die kompakte Bauweise hat auch eine Kehrseite in puncto Energieeffizienz. Viele Maßnahmen, die in Deutschland erprobt und verbreitet sind, lassen sich aufgrund der Enge nur bedingt umsetzen. Denn die Flächen, die am Gebäude oder auf dem Grundstück zur Verfügung stehen, reichen meist nicht aus. Sie sind zu klein, um einen ausreichenden Anteil des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energie zu decken – sei es nun über Geothermie, Solarthermie oder Photovoltaik.
  • Während Deutschland und im Wesentlichen auch Europa in einer einzigen Klimazone liegt, erstreckt sich China über verschiedenste Klimabereiche. Die Bauprodukte und -konzepte, die hierzulande entwickelt werden, können daher nicht eins zu eins übertragen werden. Entsprechen sie den klimatischen wie kulturellen Anforderungen? Dies gilt es zu überprüfen. Mehr noch: Die Produkte und Konzepte sollten zukunftsorientiert und mit nachhaltiger Qualität weiterentwickelt werden.

Über die letzten Jahre baute die Abteilung Hygrothermik – zusammen mit anderen Abteilungen des Fraunhofer IBP – ihre Kompetenz in Bezug auf klimagerechtes Bauen und marktorientierte Lösungen in Ostasien in zahlreichen Industrieprojekten aus. Dies eröffnete immer neue Fragestellungen und bot die Chance, das Spektrum der Lösungsmöglichkeiten zu erweitern.

Speziell in China zeigte die Premiere des BAU Congress in Peking und die ersten WUFI®- Seminare in Shanghai den hohen Bedarf an Lösungen in diesem Kontext.

Die Zahl der Messebesucher und Kongressteilnehmer übertraf alle Erwartungen.

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