Reinraumdecken auf dem Prüfstand

Untersuchungen zur Luftdurchlässigkeit

© Fraunhofer IBP

Luftdurchlässigkeitsmessung an einer Reinraumdecke. Die Deckenelemente sind in den Prüfkasten eingebaut und mit dem Prüfstand verbunden.

Mit der Zunahme elektronischer Hilfsmittel im Alltag und in der Industrie steigt auch der Bedarf an Reinräumen, beispielsweise für die Hersteller von Mikrochips. Dort werden an den Luftaustausch besonderen Anforderungen gestellt, also müssen die verwendeten Bausysteme genauen Kriterien für die Luftdurchlässigkeit entsprechen. Im Industrieauftrag wurde erstmals die Luftdichtheit von abgehängten Deckenkonstruktionen speziell für Reinräume untersucht. Der Einbau der abgehängten Decken erfolgte fachgerecht in ihrer üblichen Einsatzlage in einen eigens dafür konzipierten Prüfkasten. Die Untersuchung der Luftdurchlässigkeit wurde bei unterschiedlichen Druckdifferenzen von –5 Pa bis –50 Pa und +5 Pa bis +80 Pa durchgeführt und die flächen- und fugenbezogenen Luftdurchlässigkeiten ermittelt.

Die Bewertung erfolgte in Anlehnung an ein bestehendes System zur Klassifizierung und Bewertung von Fenstern und Türen, dort erfolgt eine Einteilung in 4 Dichtheitsklassen, die druckabhängig die jeweils maximal zulässige Luftdurchlässigkeit flächen- und fugenlängenbezogen als Grenzlinie limitieren. Um Bezugspunkte (z. B. für Produktvergleiche) zu haben, gibt es bei Fenstern Referenzluftdurchlässigkeiten bei 100 Pa Druckdifferenz.

Für die Bewertung von Reinraumdecken wurde als Bezugs- und Vergleichspunkt die Referenzluftdurchlässigkeit praxisnah bei 30 Pa festgelegt.

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Andreas Zegowitz

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