1. Seminar  /  22.9.2017, 9:30 - 17.15 Uhr

Klimastabilität historischer Gebäude

Das Raumklima in historischen Gebäuden ist für die Nutzung wie auch für die Erhaltung von Ausstattung und Sammlungen von zentralem Interesse, denn durch ungünstiges Klima – z. B. durch zu hohe relative Luftfeuchten oder starke Klimaschwankungen – werden Kunstwerke Schritt für Schritt zerstört. Für den langfristigen Erhalt der Exponate ist das richtige Klima also essentiell. Grundlage für die Entwicklung klimatischer Konzepte für historische Räume ist eine eingehende Bestandanalyse. Diese dient zusammen mit der Dokumentation der historischen Materialien, der Techniken und der Erhaltung als Grundlage für eine individuelle Risikobewertung und die Erarbeitung von Konzepten für die Präventive Konservierung.

Dabei steht die Präventive Konservierung im Mittelpunkt. Diese ist aber immer auch verknüpft mit Fragen des Bautenschutzes, der Energieeffizienz, des Komforts für Besucher und Nutzer wie auch generellen Fragen zur Umsetzbarkeit von Maßnahmen. Mit der hygrothermischen Simulationssoftware WUFI® Plus ist es möglich, verschiedene Klimatisierungsstrategien vorab zu simulieren. Klimatische Vorgänge werden damit nachvollziehbar und Auswirkungen von Maßnahmen können in Hinblick auf Nutzen, Risiken und Energiebedarf vorab eingeschätzt werden. Das Seminar will auch neue Wege aufzeigen, wie historische Gebäude schonend klimatisiert und die Bedingungen für die Erhaltung wertvoller Einrichtungen verbessert werden können.

Anerkennung der Fortbildung

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizient-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit 5 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 6 Unterrichtseinheiten (Energieberatung im Mittelstand), 8 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.

Die WTA erkennt die Fortbildung mit 7 Unterrichtseinheiten an.

Eine Anerkennung bei der Bayrischen Ingenieurkammer-Bau ist aktuell in Bearbeitung.