/  19.2.2016, 10.30 Uhr bis 20.30 Uhr

Fraunhofer IBP: Pompeji - Schutz und Bewahrung eines archäologischen Welterbes

Die Vergangenheit zu bewahren ist eine Investition in die Zukunft. Dieses sieht man schon an der Begeisterung für die historischen Stätten in Pompeji und Herculaneum. Obwohl die Besucherzahlen in den Ausgrabungen und in Ausstellungen zu den antiken Städten an den Abhängen des Vesuvs seit Jahren steigen, galten Pompeji und Herculaneum lange als Sorgenkinder der Denkmalpflege. Doch ausgerechnet in schwierigen Zeiten findet am Golf von Neapel, größtenteils abseits der breiten, öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland, eine Entwicklung zum Positiven statt, die das ungeheure Potential dieses einmaligen Weltkulturerbes für Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technik nutzt.

Eine Vielzahl von unterschiedlichen nationalen und internationalen Restaurierungsinitiativen unter Leitung der Soprintendenza Speciale di Pompeii, Ercolano e Stabia sorgen aktuell für eine klare Trendwende. Diese arbeiten nicht nur an der nachhaltigen Konservierung der Antikenstätten in der Vesuvregion, sondern nutzen auch die enorme Kapazität, die die umfassend erhaltenen antiken Stätten für die Konservierungswissenschaften allgemein bieten. Pompeji und Herculaneum werden so zu einem Forum des transdisziplinären Austauschs, nicht nur zwischen Restauratoren und Altertumsforschern. Gerade die neuen Methoden zur digitalen Erfassung und Dokumentation sowie die Konstruktion von dauerhaften Schutzbauten erweitern den Kreis der Wissenschaften, die sich um den Erhalt der antiken Stätten bemühen und aktuell neue Techniken und Methoden entwickeln, die weltweit benötigt werden.

Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT, das italienische Kulturinstitut München und die Kulturinitiative Phoenix Pompeji widmen diesem Thema einen gemeinsamen Vortragsnachmittag. In den Präsentationen wird es darum gehen, sowohl die historische Bedeutung Pompejis für die Restaurierung antiker Stätten zu diskutieren als auch verschiedene Projekte, die in Pompeji und Herculaneum in den letzten Jahren für positives Aufsehen gesorgt haben, gemeinsam vorzustellen.

So kann sich ein Kultur-interessiertes Publikum ein Bild davon machen, was in Pompeji und Herculaneum aktuell passiert. Der Erhalt der antiken Wunder ist darüber hinaus ein Zeichen gegen die barbarische Zerstörung von Kulturstätten, die wir zur Zeit andernorts erleben.

Um Anmeldung wird gebeten.
E-Mail:
anmeldung@pompeii-pspp.org