Konservierungswissenschaften

Von antiken Materialien für die Baustoffe der Zukunft lernen

Viele historische Baumaterialien – wie etwa antiker römischer Beton – beeindrucken durch ihre extreme Dauerhaftigkeit und sind damit modernen Materialien unter Umständen um ein Vielfaches überlegen. Was macht diese Materialien so beständig? Ist es möglich, diese Eigenschaften auch auf neue Baumaterialien zu übertragen? Diese Fragestellung erforschen wir in einem interdisziplinären Team aus dem Bereich Konservierungs- und Materialwissenschaft.

Unser Fokus liegt dabei darauf, die materiellen Besonderheiten der historischen Vorbilder zu verstehen und in zukünftige Anwendungen zu überführen. Mit unserer Forschungsarbeit, die die Bereiche historische Baustoffe, Konservierung und Materialentwicklung umfasst, schaffen wir sowohl die Grundlage für innovative Ansätze zur Entwicklung von modernen Industrieprodukten als auch neue Möglichkeiten zum Erhalt von bestehendem Kulturerbe.
 

Historische Baustoffe

Wir analysieren historische Baustoffe sowohl an bestehenden Bauwerken vor Ort als auch in unseren Laboren. Dabei decken wir mit unseren Methoden das gesamte Spektrum von Makro- über Meso- bis Nano-Scale ab. Ziel ist es, zum einen die Zusammensetzung und Rohmaterialien zu bestimmen und zum anderen Alterungsprozesse zu verstehen und zu quantifizieren.

Konservierung

Die Ergebnisse unserer Analysen historischer Baustoffe fließen in die angewandte Konservierung ein. Ziele sind dabei die Rekonstruktion von historischen Materialien sowie die Entwicklung angepasster Sanierputze und anderer Konservierungsmaterialien. Erkenntnisse aus Langzeitstudien tragen zudem zur nachhaltigen Konservierung bei.

Materialentwicklung

Antike Baustoffe mit außergewöhnlichen Materialeigenschaften und ausgezeichneter Dauerhaftigkeit dienen uns heute als Inspiration für die Entwicklung von Baustoffen für das 21. Jahrhundert. Ressourceneffizenz und Langlebigkeit stehen dabei im Mittelpunkt unserer Forschungen.