Die Planung von Plusenergiequartieren (PEDs) ist für die städtische Energiewende von entscheidender Bedeutung. Dennoch zwingen aktuelle Werkzeuge zu einem Kompromiss zwischen Simulationsgeschwindigkeit und wichtigen umweltbezogenen Detailinformationen. Das Projekt CIPED (Climate-Informed PED Design) – eine gemeinsame Initiative der Concordia University und des Fraunhofer IBP – löst dieses Problem durch einen schnellen, KI-gestützten digitalen Zwilling des Stadtquartiers. Durch die Verknüpfung quartierweiter Energiemodelle mit hochauflösenden Mikroklimasimulationen überwindet CIPED herkömmliche Engpässe. Unter Einsatz fortschrittlicher Deep-Learning-Verfahren wird diese Simulations-Engine in die Plattform OASITY® des Fraunhofer IBP integriert. Sie versetzt Stadtplaner und Entscheidungsträger in die Lage, die Abstimmung erneuerbarer Energien zu optimieren, städtischer Hitze entgegenzuwirken und klimaresiliente Städte schneller und präziser als je zuvor zu gestalten.
Erste Ergebnisse werden bis Ende 2026 erwartet. Sie umfassen historische, städtische WRF-Simulationen und zukünftige CORDEX-Projektionen für Referenzwetterstationen sowie statische und dynamische Eingangsdaten für das Mikroklimamodell PALM-4U.