Kooperationen

Die Gips-Schüle-Stiftung

 
Gips-Schüle-Stiftung

Die Gips-Schüle-Stiftung ist in Baden-Württemberg seit ihrer Gründung vor etwa 45 Jahren eine fest verankerte Institution. Bis heute stehen im Zentrum ihrer Förderungskriterien gesellschaftlich relevante Werte wie Nachhaltigkeit, Fairness, ein verantwortungsbewusster Umgang mit vorhandenen Ressourcen und Wachstum.

Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel sieht die Stiftung ihre Aufgabe darin, das Gemeinwohl im Rahmen der Gemeinnützigkeit zu fördern. Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährung, Mobilität oder Wohnen setzen die Entwicklung neuer Technologien voraus. Die Gips-Schüle-Stiftung fördert neue Wege der fachübergreifenden Forschung, die von einem kontinuierlichen Dialog zwischen Theorie und Praxis begleitet wird.

30 Jahre Kooperation zwischen der Gips-Schüle-Stiftung und dem Fraunhofer IBP

Wie kann die Raumakustik und Leistungsfähigkeit in Büros verbessert werden? Welche Recyclingmaterialien bieten den besten Wärme- und Schallschutz? Sind Membrankonstruktionen eine echte Alternative zum Glasbau? Mit diesen und ähnlichen Fragen aus dem Baubereich beschäftigen sich Forscher in der Kooperation zwischen Gips-Schüle-Stiftung und dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP seit nun mehr 30 Jahren.

Historie

Eduard Schüle - Gründer der 1. Gipsfabrik in Bad Cannstatt

Eduard Schüle - Gründer der 1. Gipsfabrik in Bad Cannstatt

Gipswerk Bad Cannstatt

Gipswerk Bad Cannstatt

Die Gips-Schüle-Stiftung blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Im Jahr 1870 gründet das Ehepaar Eduard und Marie Schüle die erste Gipsfabrik in Bad Cannstatt. Dank unternehmerischem Können und technischem Know-how entwickelt sich der Betrieb kontinuierlich. Besonders der Einsatz innovativer Technologien wie die erste Dampfmaschine oder die frühe Nutzung von Lastkraftwagen im Stuttgarter Raum bringen das erhoffte Wachstum.

Bereits ab 1929 beginnt die Familie Schüle mit der Anstalt für Schall und Wärmetechnik, der Vorgängereinrichtung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP, zusammenzuarbeiten und legt damit den Grundstein zur Forschungsförderung. 1965 wird zur Unterstützung der Betriebsangehörigen die Gips-Schüle-Stiftung gegründet und rechtsfähig anerkannt. 1979 wird der Stiftungszweck ergänzt. So wie damals Forschung und Entwicklung den Schüle-Werken ihren Aufstieg ermöglicht hatte, so soll auch jetzt verstärkt Forschung und Entwicklung gefördert werden, um dem Mittelstand eine zusätzliche Chance auf Wachstum zu geben.

 

Die Fraunhofer-Gesellschaft

Nachdem der erweiterte Stiftungszweck durch die Verantwortlichen formuliert war, einigte man sich schon bald auf die Umsetzung der neuen Richtlinien. Ziel war es, neue sowie umweltverträgliche Baustoffe und Bauverfahren zu entwickeln. Mit der auf Förderung der angewandten Forschung verpflichteten Fraunhofer-Gesellschaft fand man 1979 schnell den idealen Partner. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Stuttgart erhielt eine Gips-Schüle-Abteilung, für die die Stiftung 1984 ein eigenes Gebäude errichtete. Bis heute erforschen Wissenschaftler vielfältige Themen der Bauphysik. Etliche Projekte aus diesem Bereich konnten in Partnerschaft mit mittelständischen Betrieben bis zur Produktionsreife entwickelt werden.


Nachwuchsförderung und Lehre

Die Nachwuchsförderung ist ein zentraler Punkt der Gips-Schüle-Stiftung. Bereits seit 1993 verleiht die Stiftung den Gips-Schüle Förderpreis an junge Nachwuchswissenschaftler-Innen. Mit dem mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis werden alle drei Jahre exzellente Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Des Weiteren engagiert sich die Stiftung heute vor allem an Universitäten. So fördert die Gips-Schüle-Stiftung Doktorandenkollegien, vergibt Stipendien an Studenten oder richtet Stiftungsprofessuren ein. Der Stiftung ist dabei wichtig, fachübergreifende Forschung bis hin zu sozialpsychologischen Themen wie etwa die Wechselwirkung zwischen Mensch und Raum zu fördern.