Forschung

Recyclingverfahren und Rückgewinnung von Rohstoffen

Aus Reststoff wird Rohstoff – ein Thema, mit dem sich im Interesse der Nachhaltigkeit Politik und Gesellschaft auseinandersetzen müssen. Doch was versteht man unter Nachhaltigkeit und wie bewertet man verschiedene Recyclingverfahren und die damit verbundene Rückgewinnung von Rohstoffen? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Abteilung Ganzheitliche Bilanzierung in diversen Projekten seit Beginn ihres Bestehens. Grundsätzlich ist im Sinne der Ressourcenschonung die Gewinnung stofflicher Ressourcen aus Abfällen wünschenswert. Allerdings muss der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen stehen, und zwar nicht nur in ökonomischer, sondern auch in ökologischer Hinsicht.

Recycling ist dann ökologisch vorteilhaft, wenn die Umweltlasten der Bereitstellung des Sekundärmaterials unter denen der primären Bereitstellung liegen. Es lohnt sich, Stoffe zu rezyklieren, deren Herstellungsverfahren aufwändig ist, die aber mit vergleichsweise minimalistischen Verfahren zurückgewonnen werden können. Dabei sind drei Aspekte von zentraler Bedeutung: Erstens, das ökologische Profil der zu ersetzenden Primärmaterialien. Zweitens, die konkrete Ausgestaltung der Verfahren zur Primär- und Sekundärproduktion jetzt und in der Zukunft. Drittens, die multidimensionale Bedeutung des Begriffs »Umweltwirkung«.