Klima- und nutzungsspezifische Produktanpassungen

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Mithilfe von klima- und nutzungsspezifischen Produktanpassungen können energieeffiziente Baukonzepte für Wachstumsmärkte entwickelt werden.

Die Grundidee des Bauens ist zwar weltweit dieselbe, Baubestimmungen und -traditionen können im Ausland jedoch stark von den Verhältnissen hierzulande abweichen. Häufig sind unterschiedliche Klimaverhältnisse der Grund dafür. Während Brand- und Schallschutz weitgehend klima-unabhängig funktionieren, lassen sich Erfahrungen und Vorgaben beim Wärme- und Feuchteschutz in der Regel nicht ohne Weiteres auf andere Länder übertragen.

Aufgrund zahlreicher internationaler Projekte und Produktentwicklungen sowie weltweiter Kooperationen verfügen die Experten des Fraunhofer IBP über umfangreiches Know-how und die erforderlichen Werkzeuge für die Beurteilung von energetischen und feuchtetechnischen Fragestellungen zu Gebäuden in den verschiedenen Klimazonen weltweit.

Zu unseren routinemäßigen Untersuchungen gehören beispielsweise:

  • die Beurteilung der Tauwassergefahr aufgrund von Dampfdiffusion von innen (z. B. Kaltgebiete und Gebirge) oder von außen (z. B. tropische und subtropische Gebiete)
  • die Lebensdauerprognose und Dauerhaftigkeitsbeurteilung von Baukonstruktionen für andere Klimazonen durch Vergleich der hygrothermischen Belastungen in der Zielregion mit den Verhältnissen im Ursprungsland
  • Klimadatenanalyse oder auch Erstellung bzw. Überprüfung meteorologischer Datensätze für die hygrothermische Simulation

Auf diese Weise können energieeffiziente Baukonzepte für Wachstumsmärkte z. B. in Asien entwickelt werden, die angepasst sind an eine kompakte urbane Bauweise und das dortige Klima. Darüber hinaus erarbeiten wir mit Industriepartnern neue, kosteneffiziente Bauprodukte und -systeme, die neben der technischen Qualität für die Nutzer im jeweiligen Land zusätzlich einen Mehrwert durch die Verbesserung des Raumklimas bieten.

Wir beantworten für unsere Kunden u. a. folgende Fragen:

  • Welches Dämmsystem (Außen-, Innen-, Kerndämmung) ist am besten geeignet für die jeweiligen Klima- und Nutzungsverhältnisse?
  • Funktioniert ein in Deutschland bewährtes System auch in einer anderen Region? Welchen Temperatur- und Feuchtebedingungen ist das Material am jeweiligen Standort ausgesetzt? Ist es unter diesen Bedingungen dauerhaft?
  • Sind bewährte Prüfverfahren geeignet, um die dauerhafte Belastung in einer anderen Klimazone zu simulieren? Wie sind Belastungszyklen im Labor anzupassen, um ein Produkt bestmöglich auf die gegebenen Bedingungen auszurichten?
  • Welche Klimadatensätze sind für die hygrothermische Simulation geeignet? Wer kann diese zur Verfügung stellen?