Fahrzeugbauteile (interior & exterior)

Beladung einer Emissionsprüfkammer
© Fraunhofer IBP

Beladung einer Emissionsprüfkammer mit einer Bodenverkleidung für die Emissionsprüfung.

Im Rahmen von Materialuntersuchungen und Materialoptimierungen werden Rohstoffe, Halbzeuge und kleine Bauteile mittels geeigneter Verfahren analysiert (z. B. Thermodesorption oder Thermoextraktion). Dabei wird der Gehalt an flüchtigen organischen Substanzen (VOC) bestimmt, die unter festgelegten Klimabedingungen emittieren. Die organischen Emissionen von ganzen Baugruppen (z. B. Sitzgarnitur) und Bauteilen werden in sogenannten SHED-Kammern (Sealed House Evaporative Determination) bestimmt. Bei diesen Untersuchungen kann eine große Anzahl von chemischen Substanzgruppen identifiziert und ihre Konzentration in der Prüfkammerluft bestimmt werden: VOC, BTXE-Aromaten, Aldehyde, Ketone, Phthalate, Amine, Nitrosamine und Glykolether. Diese Untersuchungen werden nach Normen von DIN ISO, VDA sowie nach Firmenstandards europäischer und asiatischer Hersteller durchgeführt. Die ermittelten Konzentrationen können mit bestehenden Richt- oder Grenzwerten verglichen werden (z. B. nach der GADSL-Referenzliste). Somit lässt sich eine Aussage zum Emissionspotenzial der untersuchten Bauteile treffen.