Kompetenzen und Leistungen der Abteilung Hygrothermik

Die Abteilung Hygrothermik ist spezialisiert auf die Analyse des instationären Wärme- und Feuchteverhaltens von Baustoffen, Bauteilen und ganzen Gebäudekomplexen. Dazu gehört auch die Analyse des energetischen und feuchtetechnischen Verhaltens von raumlufttechnischen Anlagen und deren Interaktion mit der Gebäudehülle sowie weiteren hygrothermischen Speichermassen. Solche Analysen bilden die Basis für eine optimierte und dem geplanten Betrieb eines Gebäudes angepasste Auslegung der Anlagentechnik.

Neben der Durchführung von Materialprüfungen werden auch ganze Bauteile und Anlagenkomponenten im Labor untersucht und bei Bedarf angepasst. Die entscheidenden Praxistests werden mithilfe von Freilandversuchen unter definierten Randbedingungen sowie durch Klimasimulationen in entsprechenden Differenzklimakammern und mit speziell am Fraunhofer IBP entwickelten neuen Prüfverfahren vorgenommen.

Einen wesentlichen Bestandteil der Aktivitäten stellt auch die Entwicklung und Anwendung numerischer Simulationsmodelle dar. Die langjährige Erfahrung der Abteilung mit experimentellen wie auch mit rechnerischen Untersuchungsmethoden erlaubt eine umfassende Beurteilung des energetischen Gebäude- und Anlagenverhaltens sowie des klimabedingten Feuchteschutzes von Baukonstruktionen. Darüber hinaus ermöglicht sie auch eine gezielte Optimierung von Bauprodukten bis hin zur Entwicklung von neuartigen Anlagen, Baustoffen und Bausystemen.

Die Notwendigkeit, Energie zu sparen, bei gleichzeitig wachsenden Komfortansprüchen und der Wunsch nach einer nachhaltigen Entwicklung des Gebäudesektors stellen neue Herausforderungen für Planer und Ausführende dar, die ohne eine vertiefte Kenntnis der hygrothermischen Zusammenhänge nicht zu bewältigen sind.

Die Kernkompetenzen sowie die ständig erweiterten Versuchseinrichtungen und hygrothermischen Simulationswerkzeuge bilden die Voraussetzung für innovative Produktentwicklungen. Ein herausragendes Beispiel für die Entwicklungserfolge der Abteilung ist die feuchteadaptive Dampfbremse, die inzwischen in vielen Ländern vermarktet wird. Ein weiteres Beispiel mit großem Potenzial stellt die Entwicklung des Klimabrunnens dar. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zierbrunnen arbeitet er mit einem stark gekühlten Wasserfilm. Dadurch wird neben einer Konditionierung der Raumluft eine zusätzliche Kühlung von Menschen oder Objekten im Raum durch langwelligen Strahlungsaustausch erreicht. Da die Temperatur des Wasserfilms den Taupunkt unterschreitet, kondensiert Luftfeuchte auf dem Wasserfilm und führt zu einer Entfeuchtung der Raumluft, sodass selbst an schwülheißen Tagen immer ein angenehmes Raumklima herrscht.

Bühnenfoto: © Fraunhofer IBP

 

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Die Broschüre der Abteilung Hygrothermik

 

Produktentwicklung

Feuchteschutzplanung mit WUFI®

 

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Produktentwicklung

Baustoff aus Rohrkolben (Typha)

 

Produktentwicklung

Klimabrunnen