Schallabsorber

Entwicklung von schallabsorbierenden Materialien und Bauteilen
© Fraunhofer IBP

Bei der Entwicklung von schallabsorbierenden Materialien und Bauteilen werden auch zusätzliche spezifische Anforderungen an Oberflächen und Materialien berücksichtigt.

Bauteile und Materialien schlucken den Schall

Für eine erfolgreiche Planung und vor allem Gestaltung der Raumakustik benötigt man spezielle schallabsorbierende Bauteile und Materialien. Diese entwickeln unsere Spezialisten nicht nur für unterschiedliche Räume mit unterschiedlicher Nutzung, sondern auch unter Berücksichtigung zusätzlicher spezifischer Anforderungen an Oberflächen und Materialien.

Dabei kann es sich u. a. um Vorgaben in punkto Gestaltung, Hygiene, Brandschutz, Haptik, Dauerhaftigkeit oder Systemintegration handeln. Darüber hinaus können weitere akustische Eigenschaften – etwa eine bestimmte Schalldämmung oder geringe Schallabstrahlung hinzukommen – die gleichfalls bedacht und optimiert werden müssen. Des Weiteren entwickeln wir multi-funktionale Bauteile (Akustik, Wärmeschutz, Heizung und Kühlung etc.), transparente und transluzente Absorber, Stellwände und Lärmschutzwände, Absorber aus Naturfasern wie Hanf oder Flachs.

Bei der Materialentwicklung stehen die Materialbeschaffenheit und die notwendigen akustischen Eigenschaften im Fokus, um eine optimierte Schallabsorption bei einer bestimmten Materialdicke zu erreichen. Andere Anforderungen wie eine ausreichende Druckfestigkeit werden ebenso berücksichtigt. Wichtig sind vor allem auch der Herstellungsprozess und die Möglichkeiten, die dabei ausgeschöpft werden können. Daher stehen wir im Entwicklungsprozess stets in engem Austausch mit dem Auftraggeber.

Im Zuge der Materialentwicklung setzen wir eigens entwickelte Modelle und unterschiedliche Absorptionsalgorithmen für die Berechnung von Absorbern aus mehrschichtigen Anordnungen für poröse Absorber, verschiedene Resonatoren und mikroperforierte Absorber ein und entwickeln diese gegebenenfalls weiter. Zudem nutzen wir unterschiedliche Simulationsmöglichkeiten, z. B. die Modellierung mit Matlab, Python Comsol und GeoDict.

Eingangsdaten können wir durch direkte Messung oder indirekt durch die Messung im eigens dafür entwickelten Impedanzrohr, einem Luftpyknometer sowie durch die Auswertung von Computertomografien ermitteln. Zu unseren erfolgreichen Arbeiten gehören u. a. die Entwicklungen von Akustik-Putzen, Mineralschäumen und granularen Materialien.