Raumakustik in Schulen und Sporthallen

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Akustisch optimierte Sporthalle

Gute Akustik für Unterricht und Sport

In Schulen und Sporthallen herrscht oftmals ein Lärmpegel, der die Kommunikation und damit den Unterricht erheblich stört. Neben der akuten Belastung von Schülern und Lehrern können hohe Lärmpegel dauerhafte gesundheitliche Probleme verursachen, selbst wenn sie nicht unmittelbar zu Hörschäden führen. In mehreren Forschungsprojekten und Initiativen beschäftigen wir uns daher mit Lärm in Lehr- und Lernräumen.

Neben der Reduktion der Schallquellen wie z. B. des Sporthallenbodens kann eine gute raumakustische Planung dazu beitragen, die Schallpegel deutlich zu senken. Voraussetzung dafür sind auf die Nutzung und die akustischen Bedingungen angepasste Bauteile und Konstruktionen sowie eine Gestaltung der Raumakustik, die geringe Pegel und eine gute Sprachverständlichkeit sicherstellt.

Da inzwischen einige schallabsorbierende Bauteile für den Einsatz in Schulen und Sporthallen auf dem Markt verfügbar sind, ist die raumakustische Gestaltung solcher Räume grundsätzlich möglich. Dabei besteht jedoch nach wie vor ein bedeutendes Potenzial, die Produkte in ihrer Gestaltung und akustischen Wirksamkeit zu optimieren. Zu diesem Zweck entwickeln und optimieren wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden Lösungen, die neben der Schallabsorption auch eine geringe Schallabstrahlung (z. B. beim Aufprall von Bällen) oder eine erhöhte Schalldämmung aufweisen. In jedem Fall berücksichtigen wir bei der Produktentwicklung auch individuelle Anforderungen an die Materialien, die Konstruktion und die Gestaltung.

Für die Gestaltung der Raumakustik in Lehr- und Lernräumen bestehen verschiedene Normen wie z. B. die DIN 18041, die Anhaltspunkte für akustische Parameter liefern. Darüber hinaus forschen wir an notwendigen raumakustischen Randbedingungen, um Produkte optimal einzusetzen und verbesserte Lehr- und Lernbedingungen zu schaffen.

Hierbei spielt die subjektive Bewertung für uns eine wesentliche Rolle: Sie ist ein wichtiges Werkzeug, um die Raumakustik bezüglich der Nutzeranforderungen zu optimieren. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit unseren Kollegen aus dem Bereich »Kognitive Ergonomie und Psychoakustik«.