»AVATOR« – Anti-Virus-Aerosol: Testing, Operation, Reduction

AVATOR Klimakammer
© Fraunhofer IBP
Testumgebung am Fraunhofer IBP für die Validierung von Simulationen und Luftreinigungstechnologien: Klimakammer.
AVATOR Filterteststrecke
© Fraunhofer IBP
Testumgebung am Fraunhofer IBP: »Indoor Air Test Center« mit Filterteststrecke.

Eine pandemische Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) kann durch die Unterbrechung von Übertragungsketten und die dadurch verlangsamte Ausbreitung gehemmt werden. Einer der wesentlichen Übertragungswege für Infektionen stellen exhalierte Aerosole mit Partikeln < 10 μm dar. Vor diesem Hintergrund stellen Abstand und eine geringere Anzahl von Personen in Räumen sowie die Innenraumlufthygiene und Lüftung wichtige Bausteine in der Pandemie dar. Speziell Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Beherbergungs- und Hotelfachbetriebe, Betreiber von Flugzeugen und Zügen und Büro- sowie Produktionsbetriebe sind auf der Suche nach Antworten in hygienischen Fragestellungen sowie praktischen Lösungen zur Vermeidung der Verbreitung der Aerosolinfektionen. Im Projekt »AVATOR« werden daher Wege zur Verminderung der Infektionsgefahr durch Aerosol-getragene Viren in geschlossenen Räumen untersucht.

Projektziele

Das Projekt AVATOR untersucht neben Reinigungstechnologien für die Raumluft auch die Ausbreitung von Aerosolen und leitet Hygienekonzepte für unterschiedliche Anwendungsfälle ab. Die Ausbreitungsmechanismen werden unter Verwendung von Simulationen auf Basis von »Computational Fluid Dynamics« bis hin zu zonalen und agentenbasierten Ansätzen modelliert. Parallel zu den simulationsbasierten Bewertungsverfahren für die Luftausbreitung entwickeln die Institute diverse Luftreinigungstechnologien. Diese Entwicklungen werden schließlich in Laborumgebungen getestet, sowie in Realumgebungen validiert. Die Projektergebnisse münden schließlich in neuen Konzepten zur Verringerung der Infektionsgefahr mit SARS-CoV-2 in diversen Anwendungsszenarien.

Stand des Projektes

Aktuell werden durch diverse Simulationen Vorhersagen zur Aerosolverbreitung für verschiedene Anwendungsszenarien in Innenräumen getroffen. Durch die Einbindung von Experten aus der mikro-, meso- sowie makroskaligen Simulation sollen bereits existierende Vorhersagen ergänzt und optimiert werden. Durch den Einsatz von agentenbasierten Simulationen werden zusätzlich die Effekte von Handlungen der im Innenraum agierenden Personen berücksichtigt. Daraus können sinnvolle Hygienemaßnahmen abgeleitet werden und zusätzlich die Wirksamkeit von vorhandenen Hygienemaßnahmen validiert werden. Parallel dazu und unter Berücksichtigung der Anforderungen aus unterschiedlichen Raumnutzungen werden Prototypen für diverse Verfahren der Raumluftreinigung entwickelt.

Projektpartner