Das Hauptaugenmerk des Projekts liegt auf der vollumfänglichen Nutzbarmachung von Materialien, die in DK0-Deponien lagern. Diese Deponien stellen anthropogene Rohstofflager mit einem geschätzten Volumen von über 15 Milliarden Tonnen Bodenaushub und Bauabfällen dar (Stand 2022). Um die Qualität der Materialien zu gewährleisten, werden nassmechanische Aufbereitungsverfahren, wie beispielsweise die »Bodenwäsche«, eingesetzt. Dadurch sollen Störstoffe entfernt werden, sodass sowohl Grob- als auch Feinfraktionen als wertvolle Sekundärrohstoffe für alternative Bindemittel, wie Flüssigböden oder Mauerziegel, verwendet werden können.
Darüber hinaus wird die gezielte Aufbereitung des Deponiematerials als auch die Identifikation und Überwindung bestehender rechtlicher Hürden betrachtet, um die Rückgewinnung des Materials und dessen Einsatz in Bauprodukten zu erleichtern.
Im Rahmen des Projekts erfolgt zudem eine detaillierte ökologische und ökonomische Bilanzierung, um die Marktfähigkeit der entwickelten Lösungskonzepte zu evaluieren. Hierbei werden Konzepte zum erneuten Recycling der entwickelten rezyklat-basierten Baustoffe erarbeitet und geprüft.