Längs-Schalldämmung von Wandsystemen

Akustik

Ansicht einer Natursteinmauer
© Ralf Gosch / Shutterstock

Schallübertragung im Fokus: Tests für optimale Baulösungen

Unser Diagonalprüfstand P3 ermöglicht die akustische Untersuchung und normative Einordnung der Längs-Schalldämmung und Stoßstellendämmung von Wandkonstruktionen - von Leichtbauelementen bis hin zu massiven Wandsystemen - im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Der Versuchsaufbau mit vier angrenzenden Räumen und elastischen Trennfugen ermöglicht die praxisnahe Simulation realer bautechnischer Randbedingungen. Dieser Prüfstand erfüllt die Anforderungen der Normen DIN EN ISO 10848-2 und DIN EN ISO 10848-3, sodass fundierte, normkonforme Ergebnisse erzielt werden können. Die eingesetzte Messtechnik ermöglicht eine differenzierte wissenschaftliche Bewertung der Luft- und Körperschallübertragung in allen relevanten Ausbreitungsrichtungen, einschließlich Durchgangs-, Längs- und Diagonalrichtung. Die gewonnenen Messdaten ermöglichen eine wissenschaftliche Bewertung der akustischen Eigenschaften von Wandkonstruktionen sowie deren Validierung und Weiterentwicklung. 

Interesse an einer Forschungskooperation oder einem wissenschaftlichen Austausch zur Stoßstellendämmung? Treten Sie hiermit unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den fachlichen Austausch.

 

Messgrößen Längs-Schalldämmung (Norm-Flankenschallpegeldifferenz), Stoßstellendämm-Maß
Normen DIN EN ISO 10848-2, DIN EN ISO 10848-3
Messobjekte
Wände in Leichtbauweise und Massivbauweise, Vorsatzschalen, Innendämmung, Wärmedämmverbund-Systeme (WDVS), Wandanschlüsse und Wandstöße


Technische Daten

Grundfläche (4 Räume)
89,5 m2 (gesamt)
Raumvolumen (4
Räume)
276,6 m3 (gesamt)
Eingangstüren (H × B)
2,00 m × 0,83 m und 2,06 m × 1,94 m


Besonderheit

Max. Schalldämmung (bezogen auf die Prüföffnung)
R'max,w = 81 dB bis 83 dB (je nach Übertragungsrichtung)

 

Weitere Informationen

  • Der Prüfabstand besteht aus vier aneinander angrenzenden Räumen in einer Ebene (z.B. je zwei Räume in benachbarten Wohnungen mit dazwischenliegender Wohnungstrennwand). Zwischen den Räumen mit Wänden aus 20 cm dickem Stahlbeton befinden sich jeweils umlaufende elastische Trennfugen.
  • Nachbildung üblicher Bausituationen
  • Reduzierte Flankenübertragung
  • Untersuchung der Luftschallübertragung und Körperschallübertragung für alle horizontalen Ausbreitungswege (Stoßstellendämmung für die Wege Dd, Fd, Df und Ff sowie Luftschallübertragung in Durchgangsrichtung, Längsrichtung und Diagonalrichtung)



 

Weitere Informationen