Energie neu gedacht: Strukturierte und standardisierte Methodik zur Entwicklung effektiver Energiekonzepte

Grafische Darstellung zur Entwicklung einer Energiekonzepts
© FraunhoferIBP, erstellt mit ChatGPT
Nützliche Informationsquellen für die Erstellung eines Energiekonzepts.

Das Methodenprojekt zur Entwicklung eines Energiekonzepts wurde ins Leben gerufen, um den wachsenden Anforderungen an Energieeffizienz und Klimaschutz gerecht zu werden. Mit dem Beschluss der Kabinettsvorlage »Energie und Klimaschutzkonzept für landeseigene Liegenschaften – Potentiale, Ziele und Maßnahmen« hat das Land Baden-Württemberg die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Klimaschutzes bei Landesliegenschaften gestellt.

Die Notwendigkeit einer strukturierten Herangehensweise wurde erkannt, um die Komplexität der Thematik zu bewältigen und alle relevanten Aspekte systematisch zu berücksichtigen. Eine systematische Methodik zur Bewertung erforderlicher Investitionen wurde entwickelt, die standardisierte Leistungsbilder umfasst und objektspezifisch angepasst werden kann. 

Projektziele

Die Ziele des Methodenprojekts zur Entwicklung eines Energiekonzepts konzentrieren sich auf die Schaffung einer klar strukturierten Vorgehensweise. Durch die Definition der Projektbeteiligten und die präzise Abgrenzung der Aufgabenfelder wird eine zielgerichtete Bearbeitung sichergestellt.

Die drei Hauptprozesse – interne Projekteröffnung, Auftragsvergabe und Konzepterarbeitung – bilden den Rahmen dieser Methodik. So wird eine fundierte und effektive Entwicklung des Energiekonzepts gewährleistet, die den Ansprüchen aller Beteiligten gerecht wird.

Stand des Projekts

Im Rahmen des Methodenprojekts zur Entwicklung eines umfassenden Energiekonzepts wurde ein solider Grundstein gelegt. Die Phase der internen Projekteröffnung und -vorbereitung legt den Fokus auf die Formulierung klarer Zielvorstellungen und die Sichtung relevanter Daten.
 

Wesentliche Informationen:

  • Planungsunterlagen: Umfassen Architekten- und Revisionspläne sowie Nachweise zur Energieeinsparverordnung.
  • Nutzungsarten: Detaillierte Informationen zu Flächen und Raumnutzung.
  • Energieverbrauchswerte: Aufgeschlüsselt nach Gebäude und Verbrauchsgruppen.

Die anschließende Ausschreibung erfolgte auf Basis eines standardisierten Leistungsbildes, das den Umfang der Arbeiten umreißt und die Vergabe nach festgelegten Kriterien regelt.
 

Die eigentliche Konzepterstellung umfasst:

  • Datenerhebung und -aufbereitung
  • Energetische Bewertung des Ist-Zustands
  • Untersuchung von Optimierungspotenzialen und deren wirtschaftliche Bewertung

Die Gesamtbewertung erfolgt in mehreren Schritten, darunter die Gebäudebilanzierung und die Erstellung einer Energiebilanz der Liegenschaft. Die Ergebnisse werden detailliert dokumentiert, Schwachstellen identifiziert und priorisierte Sanierungsmaßnahmen entwickelt.

Abschließend wird das Energiekonzept in einem standardisierten Kurzbericht und ergänzenden Steckbriefen festgehalten, die alle erforderlichen Informationen und Empfehlungen zur Optimierung der Liegenschaft bündelt.

Projektpartner

  • Vermögen und Bau Baden-Württemberg