Klimaneutrale Gebäude: Innovatives Energiekonzept für Sanierung und Neubau am Campus der deutschen Bundesbank

Gebäudemodellierung  der deutschen Bundesbank
© Fraunhofer IBP
Gebäudemodellierung als zweiter Schritt der methodischen Vorgehensweise.

Die Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main sollte grundlegend neugestaltet werden. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP stand hierbei als Projektpartner zur Seite und brachte Fachwissen in die Analyse und Entwicklung eines neuen Energieversorgungskonzepts ein − denn zentrales Ziel war eine klimaneutrale Energieversorgung des Standorts.

Die Energieeffizienz sollte maßgeblich gesteigert und lokale erneuerbare Energien ausgebaut werden. Eine umfassende Analyse möglicher Energieversorgungsszenarien führte zur Entwicklung eines entsprechenden Versorgungskonzepts, welches als Grundlage für einen Anforderungskatalog für die Planungsphase bildete.

Projektziele

Klimaneutralität stand als Ziel dieses Projektes im Fokus und bedeutet, dass die Treibhausgase (THG) aus der Wärme- und Stromversorgung auf dem Campus bilanziell null sein sollten. Teil davon war eine umfassende Erschließung von aktiven und passiven Energieeinsparpotentialen. Neben hocheffizienten Neubauten waren auch energetische Sanierungen der Bestandsgebäude vorgesehen.

Da es sich um kritische Infrastruktur handelt, gab es besondere Anforderungen an das Energiekonzept: Die technische Infrastruktur sollte eine hohe Funktionalität, Flexibilität und Betriebssicherheit bieten. Zudem war ein hoher Autarkiegrad erforderlich, um externe Abhängigkeiten zu minimieren und eine Notversorgung zu gewährleisten.

Das optimierte Energiedesign bildete die Grundlage für den Architekturwettbewerb.

Stand des Projekts

Zur Erreichung der Klimaneutralität wurde eine umfassende Analyse möglicher Energieversorgungsszenarien durchgeführt. Daten zur geplanten Bebauung, Anlagentechnik und Energieverbrauch wurden aufbereitet und mit abstrakten Gebäudemodellen modelliert. Mit der Software IBP:18599 des Fraunhofer IBP wurden die Modelle simuliert und energetisch bewertet, was zur Entwicklung eines Versorgungskonzepts für eine klimaneutrale Energieversorgung führte. Die Klimawirkung des Gesamtkonzepts wurde mit der Software District Energy Concept Adviser (D-ECA) analysiert.

Dies ermöglichte die Erstellung eines Anforderungskatalogs zur Unterstützung der Wettbewerbsbeiträge. Aufgrund der Bebauungsdichte ist vollständige Autarkie zwar nicht möglich, doch die Maßnahmen können Klimaneutralität erreichen.

Es wurden mehrere Folgeprojekte initiiert, die sich intensiver mit dem Energiekonzept, der Analyse von Energieeinsparpotenzialen und einer wissenschaftlichen Begleitung des Umsetzungsprozesses beschäftigten.

Projektpartner

  • Zentrale der Deutschen Bundesbank