Living Lab Wuppertal – Praxis-Vergleich verschiedener Speicherstrategien für Plusenergiehäuser in exemplarischen Wohnsiedlungen

Luftbild FertighausWelt
© BDF
Luftbild des Versuchsquartiers »Living Lab« in der FertighausWelt Wuppertal.
Schema-Grafik »Datenanbindung«
© Fraunhofer IBP
Schemata der Datenanbindung der einzelnen Häuser des Versuchsquartiers an die zentrale Datenbank durch das Messwerterfassungssystem IMEDAS TM des Fraunhofer IBP.
CellCube - Batteriespeicher
© Fraunhofer IBP
Der zentrale Batteriespeicher (Vanadium Redox Durchfluss) auf dem Gelände des Versuchsquartiers.

Der Fokus in diesem Projekt lag auf der praktischen und theoretischen Untersuchung zur quartierzentralen Speicherung überschüssiger regenerativer (PV-) Energie. Hierbei wurden sowohl wirtschaftliche als auch energetische Aspekte betrachtet. In ein­em zweijährigen Monitoringvorhaben in der Living Lab Plattform des Bundesverbands Deut­scher Fertigbau e.V. in der Fertighausausstellung Wuppertal wurden die unterschiedlichen Eigennutzungs- und Autarkiegrade verschiedener Speicherkonzepte unmittelbar miteinander verglichen.

In einem ersten Schritt wurden die vorhandene Messtechnik derart ertüchtigt, dass für die Projektlaufzeit alle erforderlichen Messwerte bereitgestellt werden konnten. Dabei wurden die Messwerte der einzelnen Häuser in einer Daten-Cloud gebündelt, auf die das Messwert­erfassungssystem des Fraunhofer IBP (IMEDASTM) zugreift, um diese anschließend in einer Datenbank zu speichern. Die gesammelten Datensätze bildeten die Grundlage für die Auswertungen bezüglich der Energieflüsse in den Häusern bzw. im Sied­lungsverbund. Im Rahmen der zweijährigen Messkampagne wurde im ersten Messjahr das Quartier ohne jeglichen Speicher betrieben, wobei die Stromverschiebung zwischen den einzelnen Häusern untersucht wurde. Im zweiten Messjahr wurde ein zentraler Quartiersspeicher in das elektrische Versorgungsnetz eingebunden. Anschließend erfolgte der Vergleich der beiden Messjahre hinsichtlich Eigenverbrauch und Autarkiegrad verglichen.

Parallel wurde in einer rechnerischen Bewertung, beginnend von traditionellen dezentralen Lösungen hin zu innovativen zentralen Siedlungskonzepten, unterschiedliche Versorgungs­varianten untersucht und einander gegenüber gestellt.

 

Die Verbrauchswerte der einzelnen Gebäude sind auf dem Effizienzhaus Plus-Webauftritt der Forschungsinitiative »Zukunft Bau« dargestellt: Forschungsinitiative »Zukunft Bau« dargestellt:

-> https://www.zukunftbau.de/programm/effizienzhaus-plus/modellvorhaben
 

Die Förderung erfolgte durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) vertreten durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

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