Fraunhofer IBP auf der Berlin Science Week 2026

© Fraunhofer IBP
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Generatives Design für die Baustoffe von morgen: Fraunhofer IBP auf der Berlin Science Week 2026

Wie entstehen nachhaltige Bauteile, wenn Materialeigenschaften, Funktion und digitale Entwurfsmethoden zusammenspielen? Vom 6. bis 8. November 2026 präsentiert das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP im Haus der Kulturen der Welt in Berlin das Forschungsprojekt virtual | concrete. Als Teil des Fraunhofer-Netzwerks Wissenschaft, Kunst und Design (WKD) zeigt das Institut, wie generatives Design neue Wege für die Entwicklung ressourcenschonender und funktionaler Bauteile eröffnet.

 

Wissenschaft trifft Kunst und Design

Die Berlin Science Week zählt zu den bedeutenden Wissenschaftsfestivals Europas. Vom 1. bis 10. November 2026 bringt sie unter dem Motto „In Touch“ Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zusammen. Mit einem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Diskussionen und interaktiven Formaten macht das Festival aktuelle Forschung erlebbar und schafft Raum für neue Perspektiven und interdisziplinären Austausch.

Genau hier setzt das Fraunhofer-Netzwerk Wissenschaft, Kunst und Design (WKD) an: Es fördert die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg und eröffnet neue Zugänge zu wissenschaftlichen Fragestellungen. Denn wenn Forschung auf künstlerische Kreativität und gestalterische Expertise trifft, entstehen neue Impulse – für die Wissenschaft ebenso wie für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen. Das vom WKD geförderte Projekt virtual | concrete zeigt exemplarisch, wie fruchtbar diese Verbindung für das nachhaltige Bauen sein kann.

 

virtual | concrete: Mit generativem Design zu neuen Bauteillösungen

Im Projekt virtual | concrete untersucht das Fraunhofer IBP, wie generative digitale Entwurfsmethoden die Entwicklung innovativer Baustoffe und Bauteile unterstützen können. Im Unterschied zu klassischen Designprozessen, bei denen Form und Konstruktion weitgehend vorgegeben sind, entwickelt ein Algorithmus auf Grundlage von Materialeigenschaften, funktionalen Anforderungen und Nachhaltigkeitskriterien zahlreiche mögliche Gestaltungsvarianten.

So lassen sich neue Zusammenhänge zwischen Material, Form und Funktion erschließen. Kriterien wie Ressourceneffizienz, Modularität und Rückbaubarkeit fließen in die Entwicklung ein. Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden damit zu Werkzeugen, um neue Lösungen für klimaangepasstes und ressourcenschonendes Bauen zu erforschen.

Das Besondere: Im Mittelpunkt steht nicht allein die digitale Gestaltung. Es geht darum, das Potenzial innovativer Materialien in konkreten Bauteillösungen nutzbar zu machen – und damit neue Perspektiven für die Architektur und das Bauen von morgen zu eröffnen.

 

Interdisziplinäre Forschung zum Anfassen

Wie aus digitalen Entwürfen konkrete Material- und Bauteilideen werden, können Besucherinnen und Besucher vor Ort entdecken. Am Stand präsentiert das Fraunhofer IBP Prototypen und Materialproben und gibt Einblicke in den Entstehungsprozess der Bauteile.

Das Projekt verbindet die bauphysikalische und materialwissenschaftliche Expertise des Fraunhofer IBP mit der Perspektive des Computational Architects und Künstlers Michael Hansmeyer sowie der Arbeit von Studierenden der Technischen Hochschule Rosenheim unter Leitung von Prof. Denise Dih. Die Zusammenarbeit macht sichtbar, wie Forschung, algorithmisches Entwerfen und gestalterisches Experimentieren gemeinsam neue Lösungsräume erschließen.

 

Susanne Lehmann-Brauns steht im Rahmen der Beteiligung für die Verbindung von Forschung und interdisziplinärem Austausch. Das Projekt zeigt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse durch die Zusammenarbeit mit Kunst und Design neue Impulse erhalten und für ein breites Publikum zugänglich werden.

 

Nachhaltiges Bauen braucht neue Denkansätze

Mit seiner Beteiligung an der Berlin Science Week gibt das Fraunhofer IBP Einblicke in aktuelle Forschungsansätze an der Schnittstelle von Materialwissenschaft, Digitalisierung, Architektur und Design. virtual | concrete verdeutlicht, wie generatives Design dazu beitragen kann, das Potenzial innovativer Baustoffe besser zu erschließen und nachhaltige Bauteillösungen zu entwickeln.

Der Austausch mit Wissenschaft, Kunst, Design und Öffentlichkeit ist dabei ein wichtiger Bestandteil: Denn die Zukunft des Bauens entsteht nicht allein durch neue Materialien, sondern auch durch neue Ideen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Mut, etablierte Entwurfsprozesse weiterzudenken.

 

Veranstaltung: Berlin Science Week 2026
Ort: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Projekt: virtual | concrete
Förderung: Fraunhofer-Netzwerk Wissenschaft, Kunst und Design (WKD)

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