Fraunhofer-Leitprojekt »BAU-DNS« geht in die nächste Phase
Seit dem 01. Januar 2023 arbeiten Forschende aus verschiedenen Fraunhofer-Instituten im Leitprojekt »BAU-DNS« gemeinsam an Verfahren für eine modulare, ganzheitliche und zirkuläre Gebäudesanierung. Nun wurde der Antrag auf Fortsetzung bewilligt.
Bis 2045 strebt die Bundesregierung einen klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland an. Dafür reicht energieeffizienter Neubau allein nicht aus. Gerade der Bestand – immerhin 95 Prozent aller Gebäude in Deutschland – muss schneller, effizienter und ressourcenschonend saniert werden. Die aktuelle Sanierungsquote liegt aber noch immer unter einem Prozent. Im Leitprojekt »BAU-DNS« haben sich daher sieben Fraunhofer-Institute unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP zusammengeschlossen, um dies zu ändern.
In der ersten Projektphase lag der Fokus auf der Entwicklung von Lösungsansätzen für zentrale Herausforderungen der Baubranche. Ziel war es, Sanierungsprozesse produktiver zu gestalten, Kosten zu senken und den Einsatz zirkulärer sowie CO2-armer Materialien und Systeme zu stärken.
Dafür arbeitete das Konsortium entlang von drei zentralen Handlungsfeldern: durchgängige Datennutzung, nachhaltige Prozesse und systemische Fertigung. So sollen Sanierungen effizienter umgesetzt, Ressourcen geschont und dem Fachkräftemangel mit skalierbaren Lösungen begegnet werden.
Fokus der neuen Projektphase
Nun wurde der Folgeantrag für das Fraunhofer-Leitprojekt bewilligt und damit kann die Zusammenarbeit der beteiligten Institute fortgesetzt werden. Die Bewilligung erfolgte nach Einreichung des Aufstockungsantrags Anfang Juli und knüpft an die bisher im Projekt erzielten Ergebnisse an.
In der nächsten Projektphase liegt der Schwerpunkt auf der Operationalisierung und Verwertung der entwickelten Lösungen. Dazu zählen die Bündelung der digitalen BAU-DNS-Bausteine zu nutzbaren Services, ihre Integration in einen »Virtuellen BAU-Container«, die Anbindung an föderierte Datenräume sowie deren Erprobung. »Ziel ist jetzt, Ansätze der digitalen und seriellen Gebäudesanierung schneller und nachhaltiger in die Anwendung zu überführen«, so Simon Schmidt, Abteilungsleiter der Hygrothermik.
Am Projekt beteiligte Fraunhofer-Institute
Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Fraunhofer Italia IEC
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